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Tomáš Černý

Gast der Staatsoper Prag

Einer der führenden tschechischen Tenöre, Tomáš Černý, ist gegenwärtig ständiger Gast am Nationaltheater Prag und an der Staatsoper Prag. Er debütierte im Juli 2008 an der Staatsoper Stuttgart als Laca in Janáčeks Jenůfa unter Marc Piolett, im Dezember 2009 sang er an der Komischen Oper Berlin in einem Konzert mit den Werken P. I. Tschaikowskis unter Carl St. Clair. Tomáš Černý ist Preisträger des Thalia-Preises 2000 für die Rolle des Sou-Chong in Das Land des Lächelns von Franz Lehár und des im Rahmen des Festivals „Opera 2005“ verliehenen Libuška-Preises für die Rolle des Edgardo in Donizettis Lucia di Lammermoor. Für die Rolle des Laco wurde er im Jahre 2005 für den Thalia-Preis nominiert, ebenso auch im Jahre 2008 für die des Jeník in Die verkaufte Braut.

Tomáš Černý studierte Gesang ab 1997 bei Prof. Jiří Kotouč und setzte sein Studium ab 2002 bei Prof. Svatava Šubrtová fort. Anlässlich der Meisterkurse 2006 hat er seine Zusammenarbeit mit Prof. Margreet Honig in Amsterdam begonnen, seine Technik entwickelt er auch unter der Leitung der Sopranistin Christina Vasileva weiter.

Er sang eine Reihe von wichtigen Rollen der tschechischen und internationalen Oper, wie Alfredo (La traviata), Herzog von Mantua (Rigoletto), Edgardo (Lucia di Lammermoor), Pinkerton (Madama Butterfly), Don Ottavio (Don Giovanni), Tamino (Die Zauberflöte), Erik (Der fliegende Holländer), Prinz (Rusalka), Jeník (Prodaná nevěsta), Laca ( Jenůfa), Manolios (Griechische Passion) u. a. Mit Erfolg tritt er auch bei den renommierten einheimischen und internationalen Festivals auf (z. B. Musikfestival in Rheingau, ION – Musica sacra in Nürnberg, Herrenchiemsee Festspiele, Murten Classics, Milano Musica, Smetanas Litomyšl, Prager Frühling), ebenso an verschiedenen Opernbühnen, z. B. Staatstheater Wiesbaden und Slowakischen Nationaltheater in Bratislava. Er arbeitet mit tschechischen und internationalen Orchestern zusammen; genannt seien Tschechische Philharmonie, Tonhalle Orchester Zürich (A. Dvořák: Die Geisterbraut), Gewandhausorchester Leipzig (G. Verdi: Messa da Requiem), Bremer Philharmoniker (A. Dvořák: Stabat mater), Odense Symfoniorkester (A. Dvořák: Requiem), Orquesta Nacional de España (Martinů: Gilgamesch), Royal Liverpool Philharmonic, RAI Torino, Symphonisches Orchester des Ungarischen Rundfunks usw., unter den Dirigenten Petr Altrichter, Serge Baudo, Jiří Bělohlávek, Alan Buribayev, Aldo Ceccato, Oliver Dohnányi, Olari Elts, Leopold Hager, Gabriel Chmura, Eliahu Inbal, Ken-Ichiro Kobayashi, Jiří Kout, Ondrej Lenárd, Christoph Poppen, Helmuth Rilling, Leoš Svárovský, Martin Turnovský, Maximiano Valdés, Caspar Zehnder u. a.

Tomáš Černý ist auch vor dem Konzertpublikum der ganzen Welt aufgetreten, von der Oji Hall in Tokyo über mehrere europäische Länder (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Schweiz) bis zum Palacio de Bellas Artes in Mexico City. Sein umfangreiches Repertoires umfasst außer dem üblichen Konzertrepertoire (Dvořák, Verdi, Bruckner, Berlioz, Janáček, Martinů) u. a. auch Kompositionen des Barocks und der musikalischen Klassik (Bach, Händel, Mozart, Beethoven und Rossini).

In der Saison 2010/2011 wird Tomáš Černý als Cavaradossi in Puccinis Tosca an der Staatsoper Prag auftreten und als Don José in Bizets Carmen debütieren. Von seinen bevorstehenden Konzertauftritten seien z. B. Massenets Oratorium Marie-Magdaleine beim Schlusskonzert des Musikfestivals in Rheingau unter Leoš Svárovský oder ein Konzert mit der Tschechischen Philharmonie unter Ondrej Lenárd zu nennen.

Photos: Tomáš Černý

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Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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