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Martin Bárta

Gast der Staatsoper Prag

Nach dem Abitur am Gymnasium in Hradec Králové studierte er Gesang am Konservatorium in Pardubice unter Prof. Svatava Šubrtová (1990) und an der Akademie der musischen Künste in Prag unter Prof. René Tuček (2006). Nach der zweijährigen pädagogischen Tätigkeit auf dem Gebiet der Vokaltheorie und –praxis wurde er 1995 Solist der Oper in Liberec, wo er als Germont in La Traviata debütierte. Neben Opernrollen (z.B. Enrico in Lucia di Lammermoor, Sharpless in Madama Butterfly, Ottokar in Der Freischütz, Jeletzkij in Pique Dame u.a.) beinhaltet sein Repertoire auch Operette und Musical (Freddy in My Fair Lady). 1997 erhielt er ein Engagement an der Staatsoper Prag, wo er sich als Der Heerrufer des Königs in Lohengrin vorstellte. Ferner verkörperte er hier Eugen Onegin, Valentin in Faust, Papageno in Die Zauberflöte, Guglielmo in Così fan tutte, Escamillo Carmen, Schaunard und Marcello in La Bohéme von Leoncavallo und Puccini, Amonasro in Aida, Nabucco, Jan Mathis in Weis’ Der polnische Jude u.a. Er gastiert regelmäßig am Nationaltheater Prag (Don Giovanni, Almaviva in Figaros Hochzeit, Fotis in Die griechische Passion, Přemysl in Libuše, Kalina in Das Geheimnis). Am Slowakischen Nationaltheater Bratislava verkörperte er Don Giovanni und Silvio in Die Komödianten, am Nationaltheater Brno Don Giovannih und Escamillo. Von der Konzert – und Oratorienliteratur gehört zu seinem Repertoire der Solopart in Orffs Kantate Carmina Burana, in Faurés Requiem, in Beethovens Die IX. Symphonie, in Bachs Johannes und Matthäus – Passion oder in Martinůs Otvírání studánek. Er gastierte in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, in der Schweiz, in England, Holland, Japan, Südkorea und den USA. Er arbeitete mit bedeutenden Dirigenten (z.B. Leopold Hager, Pierre Boulez, Asher Fish, Jiří Kout, Jiří Bělohlávek, Enrico Dovico, Hilary Griffiths, Ondrej Lenárd) und Regisseuren (Giancarlo del Monaco, Patrice Chéreau, Johannes Felsenstein, Jozef Bednárik) zusammen. Er tritt bei den Musikfestspielen Prager Frühling, Smetana – Litomyšl, Bratislavaer Musikfestspiele, Wiener Festwochen, Holland Festival, Festival Aix – en – Provence u.a. auf. 2005 erhielt er den Preis der tschechischen Opernkritiker für die beste Interpretationsleistung als Müller in Nováks Die Laterne. Seit 2006 gibt er Gesangunterricht an der Akademie der musischen Künste in Prag.

Photos: Martin Bárta

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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