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Barbora Kohoutková

Barbora Kohoutková ist eine der international bekanntesten tschechischen Ballettkünstlerinnen. Nach ihrem Studium am Tanzkonservatorium Prag wurde sie – mit ihren 17 Jahren – an das Finnische Nationalballett engagiert (1996 – 2002), dann wirkte sie im Bayerischen Staatsballett in München (2002 – 2003) und im Boston Ballet (2003 – 2004). 2004 wurde sie Solistin des Hamburg Balletts John Neumeiers, von dem sie sich (nach einem Unfall) am 13. 7. 2008 verabschiedet hat: beim XXXIV. Nijinsky-Gala tanzte sie am Schluss eines fünfstundigen Tanzmarathon mit dem Ersten Solisten des Stuttgart Balletts, Jiří Jelínek, die Finalszene Tatjana und Onegin in der Choreographie von John Cranko.

Barbora Kohoutková war mehrmals bei den internationalen Ballettwettbewerbe ausgezeichnet: sie erhielt die Bronzene Medaille in Bordeaux 1994, die Goldene Medaille in Brno 1994, die Silberne Medaille in Varna 1994, die Grand Prix in Paris 1994, die Prix espèces in Lausanne 1995, die Goldene Medaille und die Grand Prix in Helsinki 1995, die Goldene Medaille und die Grand Prix in New York 1996, die Fazer Prize in Helsinki 2000 und die Philip Morris Best Artist Award in Helsinki 2002. Ihr Repertoire umfasst große Rollen des klassischen und neoklassischen Repertoires (Aurora in Das Dornröschen, Odette/Odile in Der Schwanensee, die Giselle, La Sylphide, das Aschenbrödel, die Julia). Sie tanzte in Choreographien von Marius Petipa, Georges Balanchine, John Cranko, John Neumeier und Jiří Kylián.

Barbora Kohoutková trat an den wichtigsten internationalen Bühnen auf, sie gastierte u. a. an der Mailänder Scala und beim Internationalen Ballettfestival in Tokyo. Gegenwärtig ist sie als Pädagogin des klassischen Balletts bei Les Ballets de Monte-Carlo, beim Finnischen Nationalballett, am Nationaltheater Prag, beim English National Ballet und bei verschiedenen Sommerkursen tätig.

An der Staatsoper Prag trat sie am 24. 3. 2008 in Der Schwanensee in der Doppelrolle der Odette/Odile auf, ihr Partner als Prinz war der ständige Gast der Hauses, Michal Štípa.

Mai 2011
Photos: Barbora Kohoutková

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Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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