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Giacomo Puccini: Turandot

Inszenatoren

Besetzung

Das aus der Sammlung des Derwischs Mokles „Tausend und eine Nacht“ stammende persische Märchen aus dem 17. Jahrhundert über die Prinzessin Turandot wurde vielmals literarisch verwendet und vertont. Giacomo Puccini hat das auf dem Theaterstück von Carlo Gozzi beruhende Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni vier Jahre vor seinem Tod zu komponieren begonnen. Bereits schwer krank, versuchte er trotzdem, ähnlich wie bei Madama Butterfly, die Realien und Kultur von China genau studieren. Er starb, ohne das eigene Finale vollenden zu können. Nach 36 Skizzenseiten hat die Oper Puccinis Freund und Schüler Franco Alfano fertig geschrieben. Die Uraufführung fand am 25. 4. 1926 an der Mailänder Scala unter Arturo Toscanini statt; der Dirigent hat dem toten Komponisten dadurch eine letzte Ehre erwiesen, dass er im 3. Akt, zwei Takte nach den Worten „Liù, poesia!“, den Taktstock niederlegte mit der Erklärung: „Hier endete der Meister“. Erst die zweite Vorstellung wurde mit dem Finale Alfanos gespielt. Die grausame und kalte Prinzessin Turandot gibt ihren Bewerbern Rätsel auf, deren Nichtlösung sie mit dem Tod der jungen Männer bestraft. Sie werden von Prinz Kalaf gelöst, dessen Liebe schließlich der Prinzessin zu Herzen gehen wird.

Am Neuen deutschen Theater (heute Staatsoper Prag) wurde Turandot am 14. 3. 1934 unter Georg Széll erstaufgeführt. Weitere Produktionen hatten Premieren am 8. 12. 1935, am 6. 5. 1967 und am 15. 9. 1995. Außerordentlich erfolgreich war die letzte Produktion beim Gastspiel der Staatsoper Prag im Oktober 2008 in Salzburg.

Premiere: 15. 9. 1995

Aufführungsdauer: 2 Stunden 45 Minuten mit 2 Pausen
Vorstellung in Italienisch mit tschechischen und englischen Bühnenübertiteln.

Echos in der Presse

„Diese Produktion wird wahrscheinlich eine der anziehendsten Vorstellungen am Prager Theater sein.“

(Michael Halstead, The Prague Post, 4. 10. 1995)

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Die Staatsoper Prag - die Theatergeschichte in Bildern und Daten - Deckblatt
Die Staatsoper Prag - die Theater- geschichte in Bildern und Daten
Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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