Benjamin Britten: Der Tod in Venedig
Inszenatoren
- Musikalische Leitung: H. Griffiths
- Regie: Y. Oida
- Regie: R. Kearley
- Bühnenbild: T. Schenk
- Kostüme: R. Hudson
- Choreographie: D. Kurz
- Lichtdesign: P. Dautovský
- Chorleitung: T. Karlovič
- II. Musikalische Leitung: F. Drs
- Regieassistent: L. Cukr
- Choreographieassistent: K. Bader, M. Kinsky
Besetzung
- Gustav von Aschenbach: A. G. Oke, A. G. Oke
- Ein Reisender: P. Savidge, P. Savidge
- Ein ältlicher eleganter Mann: P. Savidge, P. Savidge
- Ein alter Gondoliere: P. Savidge, P. Savidge
- Der Hoteldirektor: P. Savidge, P. Savidge
- Der Friseur im Hotel: P. Savidge, P. Savidge
- Anführer der Straßenkomödianten: P. Savidge, P. Savidge
- Die Stimme des Dionysos: P. Savidge, P. Savidge
- Die Stimme des Apollon: W. Towers, W. Towers
Benjamin Britten hat an die Novelle von Thomas Mann (1875–1955) Der Tod in Venedig als einen möglichen Opernstoff mehrere Jahre gedacht. Er hat in den USA, wo er sich zu Beginn des Zweiten Weltkrieges aufhielt, den Sohn des Schriftstellers, Golo Mann, kennen gelernt, schließlich von ihm die Zustimmung zur Vertonung erhalten und im September 1970 seine Librettistin Myfanwy Piper (1911–1997) um das Libretto gebeten. Piper war bereits die Librettistin seiner Opern The Turn of the Screw und Owen Wingrave gewesen. Die Handlung der Novelle ist allgemein bekannt, auch dank dem Film von Luchino Visconti aus dem Jahre 1971 mit Dirk Bogarde in der Hauptrolle. Seine letzte Oper komponierte Britten in einer schwierigen Zeit: Er wußte, daß er sich einer schwierigen Herzoperation werde unterziehen müssen, wollte sein Werk aber noch vorher fertigstellen. Die Oper ist eine Zusammenfassung von allem, was er mit seinem Lebenswerk aussagen wollte. Er identifizierte sich mit dem Haupthelden, dem Schriftsteller Gustav von Aschenbach. Dieser ist sich bewußt, daß er am Ende seiner schöpferischen Kräfte steht und will in Venedig neue Inspiration finden. Dort verliebt er sich in den jungen Polen Tadzio, wagt es aber nicht, ihn oder seine Verwandten anzusprechen. Die Kontaktlosigkeit zwischen ihnen hat Britten dadurch gelöst, daß er sie als stumme Rollen besetzt hat, als Tänzer, die von den an die indonesischen Gamelans erinnernden glänzenden Klängen der melodischen Schlaginstrumente begleitet werden. Dadurch wird auch die Unerreichbarkeit Tadzios und seiner Umgebung für Aschenbach ausgedrückt. Die Rolle des Aschenbach schrieb Britten für seinen Lebensgefährten, den Tenor Peter Pears, dem die Oper auch gewidmet ist. Die Uraufführung fand im Concert Hall Snape Maltings beim Aldeburgh Festival am 16. 6. 1973 statt, mit Sir Peter Pears in der Hauptrolle, Regie führte Colin Graham, die Choreographie stammte von Frederick Ashton, der Dirigent war Stewart Bedford. Die Musik von Der Tod in Venedig ist durchsichtig und sparsam, schafft jedoch eine sehr charakteristische Atmosphäre und gehört unbestritten zu den Höhepunkten im Opernwerk Brittens.
Die Staatsoper Prag wird den Tod in Venedig in Koproduktion mit dem Festival in Aldeburgh (hier wurde die Oper am 8. und 11. 6. 2007 gespielt), den Bregenzer Festwochen (18., 22., 29. 7., 4., 5. 8. 2007) und mit der Opéra de Lyon (Mai 2009) aufführen. Der in Paris lebende japanische Regisseur Yoshi Oida ist durch seine an das traditionelle japanische Kjógen-Theater anknüpfenden Arbeiten bekannt. Seiner Inszenierung der Oper Brittens hat er eine fast hypnotisierende Strenge und eine faszinierende Zusammenführung des Orients mit dem Abendland verliehen. An den Erfolgen der bisher stattgefundenen Aufführungen in England und Östererreich hatten auch die überzeitliche einfache Szenographie von Tom Schenk, die die Epoche König Edwards VII. von England evozierenden Kostüme von Richard Hudson und die Choreographie von Daniela Kurz ihren Anteil.
Die tschechische Erstaufführung der Oper von Benjamin Britten Tod in Venedig findet unter der Schirmherrschaft der Botschafterin von Großbritannien und Nordirland, Linda Duffield, statt.
Die tschechische Erstaufführung der Oper von Benjamin Britten Tod in Venedig findet unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland, Helmut Elfenkämper, statt.
Premiere: 26. 2. 2009

Der Partner der Vorstellung
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