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Bedřich Smetana: Mein Vaterland / Má vlast

Inszenatoren

Besetzung

Der monumentale Zyklus symphonischer Dichtungen Mein Vaterland von Bedřich Smetana (1824–1884) ist eine großartige Apotheose seines Vaterlandes. Der Komponist selbst hat eine kurze Zusammenfassung des Inhalts der einzelnen Teile geschrieben. Das von ihm der Hauptstadt Prag gewidmete komplette Werk wurde am 5. 11. 1882 uraufgeführt. Was Mein Vaterland vor allem in den tragischen Momenten der tschechischen Nation bedeutet hat, hat im Jahre 1939 der Schriftsteller Jan Drda so ausgedrückt: „Es ist keine Dichtung, es ist eine Prophezeiung. Die geheimnisvolle Vision jenes schönen Landes, die die Generationen begleitet, im Glauben und in der Liebe die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet… Ein Land, dessen Volk solche Propheten hervorbringen kann, wie es Bedřich Smetana gewesen war, ist unsterblich.

Die szenische Gestalt von Mein Vaterland (Premiere an der Staatsoper Prag am 8. 12. 2005) war eine große Herausforderung für das Ballett der Staatsoper Prag und ihr Orchester, das bis dahin üblicherweise nur als „Opernorchester“ verstanden wurde. Der Urheber des Projekts, Martin Hrdinka, und der renommierte slowakische Choreograph Ján Ďurovčík haben sich entschlossen, in ihrem abendfüllenden Ausstattungsballett die Idee des Werkes Smetanas durch eine aufwendige Visualisierung deutlich zum Ausdruck zu bringen. Die Choreographie korrespondiert zwar mit den Tendenzen des zeitgenössischen Tanzes, ist dem Publikum aber leicht zugänglich und entspricht der Vorlage vollkommen, wobei das Programm der einzelnen symphonischen Dichtungen zum selbständigen Nachdenken über die Geschichte unserer Zeit anregt. Die Choreographie von Ján Ďurovčík akzenturiert jene Szenen des Corps, in denen die Dispositionen des Ballettensembles der Staatsoper Prag sowie ihre große Bühne zur Geltung kommen. Bei der Wiederaufnahme des Balletts in der Saison 2008/2009 werden sich auch neue Tänzer des Ballettensembles der Staatsoper Prag vorstellen.

Erneute Premiere: 4. 12. 2008

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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