Bedřich Smetana: Mein Vaterland / Má vlast
Inszenatoren
- Musikalische Leitung: P. Vronský, F. Drs
- Choreographie: J. Ďurovčík
- Regie: J. Ďurovčík
- Libreto: M. Hrdinka, J. Ďurovčík
- Bühnenbild: B. Kudlička
- Kostüme: M. Černý
- II. Musikalische Leitung: F. Drs
- Dramaturgische Zusammenarbeit: T. Syrovátka
- Ballettmeister: K. Dedková-Franková, H. Vláčilová
Besetzung
- Es tanzen weiter: H. Fábiková, L. Kozlová, K. Madejová, B. Macháčková, A. Ščekaleva, I. Zahradníková, J.-S. Vitoušová, M. Boček, M. Dinuš, M. Gebauer, J. Kolva, L. Lojda, O. Novotný, Z. Petrů, J. Slypyč, J. Svoboda
Das abendfüllende ausstattungsreiche Ballett über Smetanas Zyklus der sechs symphonischen Dichtungen ist ein kühner Versuch, das Schicksal der tschechischen Nation von den Anfängen bis zur unweiten Historie darzustellen. Die Konzeption der Inzenierung geht getreu von Smetanas Vorlage aus. Die nahezu archetypischen Situationen der Sagen alter Slawen ähneln allerdings überraschend den Schicksalen von Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund historischer Ereignisse werden ewige menschliche Sehnsüchte, Schwächen, Gefühle und Wunden freigelegt. Die Nation ist wie ein Baum, der, solange er lebt, seinen Wurzeln entwächst.
Mein Vaterland bereitet das Ballett der Staatsoper Prag in Koproduktion mit PART agency, a. s., vor. Autoren des Projektes sind Martin Hrdinka und der weltweit erfolgreiche slowakische Choreograph Ján Ďurovčík, dessen urheberische Handschrift sich durch eine verständliche visuelle Wirkung auszeichnet.
Premiere: 8. 12. 2005
Pressestimmen
»Die Staatsoper entschloss sich zu einem sehr kühnen Schritt. Nicht nur durch die Wahl des Titels für die Ballettdramaturgie, sondern auch durch eine ungewöhnlich anspruchsvolle Aufgabe für das Opernochester. Die Inszenierung bringt den Zuschauern Mein Vaterland in der Weise, wie die Kräfte den Tänzern reichen. Sie tanzen, weil sie tanzen wollen, und sie tanzen bestimmt auch deshalb, weil sie tanzen müssen. Das verjüngte Ballettensemble der Staatsoper Prag tanzt wie um ihr Leben.«
(Marcela Benoniová, Právo)
»Ján Ďurovčík ist für seine radikalen Inszenierungsinterpretationen bekannt. Diesmal sind seine Aktualisierungen angemessen und lassen sich frei von der Musik inspirieren. Sympathisch ist auch seine – wenn auch vorsichtige – Bemühung, ein großes »politisches Gemälde« zu schaffen. Die breit aufgefasste Konzeption wird durch die szenische Lösung von Boris Kudlička unterstützt. Die Lösung der Beleuchtung gibt dem überwiegenden leeren Raum mit dem dominierenden Symbol des böhmischen Löwen das endgültige Gepräge. Lob verdient auch das Orchester, das sich unter der Leitung von Petr Vronský zu einer bedeutend über dem Standard liegenden Leistung aufraffte. Die Leistung des Ballettensembles der Staatsoper, dem Ďurovčík diesmal eine ungewöhnlich anspruchsvolle Choreografie auflud, war eine nette Überraschung. (…) Die Idee des Moderators Martin Hrdinka, Mein Vaterland zum Tanzen zu bringen, erweckte zuerst Misstrauen. Das Ergebnis ist zwar ein kontroverses, dafür aber ein interessantes Werk.«
(Roman Vašek, Mladá fronta Dnes)
»Die Autoren schufen ein intaktes, bühnenmäßig effektvolles Werk, und zwar ohne in Banalitäten hineinzuschlittern. Die Choreografie pulsiert in ihrem eigenen Rhythmus, ihr Aufbau betont Massenszenen, in denen maximale Dispositionen des Ensembles genutzt werden. (…) In Mein Vaterland setzt sich das Ensemble als ein aufeinander eingespieltes Ganzes durch, das eines dynamischen und konzentrierten Ausdrucks fähig ist. Dies ist auch durch die Bewegungskomposition gegeben, die rhythmisch und pulsierend ist und wo es nicht um gefällige Tänzerreihen und elegante Gesten geht. Das Ensemble ist hier ein lebhaftes, wandelbares Element, das die Triebkraft der Inszenierung ist. (…) Zu den effektvollsten Szenen gehört das Bild der Moldau, wo die Körper der Tänzer nach und nach zu einem einzigen Strom verschmelzen wie die am schwarzen Hintergrund dicht werdenden roten Linien. Die Autoren der neuen Ballettinszenierung Mein Vaterland konnten auf der Bühne ihr Vorhaben verteidigen und Smetanas Opus mit Ehre standhalten.«
(Lucie Dercsényiová, Lidové noviny)

Die Partners der Vorstellung
Kooperativa pojišťovna a. s.
Global Assistance a. s.
Purum s. r. o.
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8. 02. 2012 um 19:00
G. Verdi: Il Trovatore
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10. 02. 2012 um 19:00
G. Puccini: Madama Butterfly
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11. 02. 2012 um 19:00
G. Verdi: La traviata
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