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Giacomo Puccini: Manon Lescaut

Inszenatoren

Besetzung

Giacomo Puccini hat einmal erklärt, er sei »ein leidenschaftlicher Jäger von Wasservögeln, Texten und Frauen«. Meist sind Frauen auch die Hauptpersonen seiner Opern. Puccini interessierten die Frauen, die sich geopfert haben – bis zum Tod, wie Mimi in seiner La Bohème, wie Tosca, Madama Butterfly, Schwester Angelica, Liu in Turandot und Manon Lescaut. Puccini widmete seinen Libretti eine außerordentliche Aufmerksamkeit. Er arbeitete mit den bekannten Literaten Luigi Illica und Giuseppe Giacosa zusammen – der Verleger Ricordi bezeichnete sie die »heilige Dreifaltigkeit«. Ihre Zusammenarbeit war genauso erfolgreich wie ermüdend und stürmisch, weil Puccini große Ansprüche stellte. Der bekannte französische Liebesroman L’histoire du chevalier des Grieux et de Manon Lescaut (Die Geschichte vom Ritter des Grieux und Manon Lescaut) des Abbé Prévost aus dem Jahre 1731 hat Puccini im Jahre 1889 inspiriert. Der Verleger Ricordi versuchte jedoch, ihn von seiner Absicht abzubringen, weil er die Konkurrenz mit Manon von Jules Massenet aus dem Jahre 1884 fürchtete. Puccini ließ sich jedoch nicht überreden. Im Unterschied zu Massenets »französischer Art mit Puder und Menuett« wollte er die Manon Prévosts »auf italienisch« haben, voll von einer »hilflosen Leidenschaft«. Auf dem Weg zu diesem Ziel hatte er sogar sechs Librettisten – von Domenico Oliva, Ruggero Leoncavallo und anderen bis schließlich zu Luigi Illica und Giuseppe Giacosa. Die Uraufführung fand am 1. 2. 1893 in Turin statt, sie hatte einen großen Erfolg beim Publikum sowie bei der Kritik.

In Böhmen wurde Manon Lescaut am 24. 4. 1894 am Nationaltheater Prag erstaufgeführt. Im Gebäude der heutigen Staatsoper Prag wurde sie dreimal inszeniert, am 1. 11. 1923 unter Alexander Zemlinsky, dann am 23. 6. 1932 (beides am Neuen deutschen Theater) und bis jetzt zum letzten Mal am 13. 3. 1980 (am Smetana Theater).

Premiere: 17. 5. 2007

Aufführungsdauer: 2 Stunden 30 Minuten mit 1 Pause
Vorstellung in Italienisch mit tschechischen Bühnenübertiteln.
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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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