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Giacomo Puccini: Madama Butterfly

Inszenatoren

Besetzung

Als Puccini in London das Stück des amerikanischen Dramatikers David Belasco über eine japanische Geisha sah, war er sehr gerührt, obwohl er die englische Sprache nicht verstand. Die Wahl des Stoffes zu Madama Butterfly hat ihn auch zu einem neuen musikalischen Ausdruck inspiriert, den er später auch in Turandot zur Geltung bringen konnte. Er studierte die Sitten und musikalische Formen von Japan; aus Tokyo ließ er sich Schallplatten schicken, um die japanische Volksmusik kennen zu lernen. Dem japanischen Kolorit hatte er in seiner Oper große Aufmerksamkeit gewidmet. Madama Butterfly ist meisterhaft, was die poetische Miniaturmalerei des Stückes betrifft. Die Uraufführung am 17. 2. 1904 an der Mailänder Scala war jedoch von Pfeifen, Lärmen und unbarmherziger Kritik begleitet – der Oper wurden vor allem die in die Länge gezogenen Szenen, die überflüssigen Episoden im 1. Akt und mangelhafte Dramaturgie vorgeworfen. Puccini hat sein Werk dann auch bearbeitet, aus den ursprünglich zwei Akten wurden drei, er hat die Tenorarie „Addio, fiorito asil“ (Leb wohl, mein Blütenreich) nachkomponiert, in der sich der amerikanische Offizier Pinkerton von dem Ort verabschiedet, an dem er mit der schönen fünfzenjährigen Geisha Cio-Cio-San, genannt „Schmetterling“, glücklich war. Die neue Fassung wurde am 28. 5. 1904 mit großem Erfolg in Brescia erstaufgeführt. Den Weg in die Welt hat ihr dann die englische Erstaufführung am 10. 7. 1905 an der Covent Garden Opera in London mit Emmy Destin und Enrico Caruso eröffnet.

In Böhmen wurde Madama Butterfly am 29. 9. 1907 am Neuen deutschen Theater (heute Staatsoper Prag) erstaufgeführt.

Premiere: 7. 3. 1985

Aufführungsdauer: 2 Stunden 35 Minuten mit 1 Pause
Vorstellung in Italienisch mit tschechischen und englischen Bühnenübertiteln.

Echos in der Presse

„Die malerisch bunte Szenerie mit einem in die japanische Natur hineinkomponierten Häuschen wird auf ersten Blick bezaubern...“

(Vladimír Bor, Hudební rozhledy, Praha, 6/1985)

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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