Gioacchino Rossini: Der Barbier von Sevilla
Inszenatoren
- Musikalische Einstudierung: E. Dovico
- Musikalische Leitung: T. Brauner, E. Dovico
- Regie: M. Otava
- Bühnenbild: J. Zavarský
- Kostüme: B. Kirste
- Regieassistent: L. Cukr, P. Jirsa
Besetzung
- Figaro: V. Chmelo, S. Sem
- Graf Almaviva: A. Briscein, J. Březina, M. Šrejma
- Rosina: H. Jonášová, L. Vernerová
- Bartolo: P. Klečka, J. Sulženko
- Basilio: M. Horák, I. Hrachovec, L. Mlejnek
- Berta: S. Čmugrová, J. Horáková Levicová, M. Kapustová
- Fiorillo: J. Brückler, M. Horák, O. Kříž
- Ein Offizier: D. Janota, L. Koverdynský
- Ambrogio: M. Svoboda
Wer kennt denn nicht den berühmtesten Barbier aller Zeiten – Figaro, der nicht nur geschickt mit dem Rasiermesser umgeht, sondern sich auch durch scharfen Witz auszeichnet, dank dem er dem Grafen Almaviva hilft, dessen geliebte Rosina zu erringen? Liebe, List und Intrigen – das sind die Ingredienzien dieser meisterhaften komischen Oper Rossinis. Die brillante Anmut seiner Musik, die effektvollen virtuosen Partien der Haupthelden – der schelmischen Rosina mit ihren bravourösen Koloraturen und des temperamentvollen Figaro –, aber auch das rasante Tempo, mit dem die Handlung abläuft, sichern dem Barbier von Sevilla bis heute einen dauernden Platz im Weltrepertoire. Und doch ist es heute unglaublich, dass die Uraufführung am 20. 2. 1816 in Rom einer der größten Skandale in der Operngeschichte schlechthin war! Die Oper ist voll von unwiderstehlichen komischen Szenen, es gibt jedoch auch ernsthaftere Töne – zum Beispiel in der berühmten Arie des Musiklehrers Don Basilio über die Verleumdung, die bis heute ihre bittere Gültigkeit behält. Nichtsdestoweniger schrieb der Autor der Vorlage, der französische Dramatiker Pierre Beaumarchais, dass er vor allem »seinem fröhlichen Temperament freien Lauf lassen und dem Theater seine ursprüngliche freudige Stimmung zurückgeben« wollte. Rossinis Vertonung ist eine unmittelbare Weiterführung dieses Vorhabens, und das gleiche Ziel setzt sich auch die neue Produktion an der Staatsoper Prag, die auch im Oktober 2007 beim Gastspiel in Salzburg mit Erfolg gespielt wurde.
Premiere: 29. 9. 2005
Echos in der Presse
„Auf die Klassik zu setzen hat sich gelohnt – auch ohne großen Innovationen wirkt die allseits bekannte Buffooper als eine spielerische, unterhaltende Vorstellung. Es genügen die geniale Musik Rossinis und eine gut gegliederte Reihe von Gags, bei denen sich die spielfreudigen Sänger ganz wohl fühlen.“
(Svatava Barančicová, Time In, Praha, 11/2005)

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